Während in den westlichen Ländern badenden Menschen mit grellbunten Sturmhauben noch ein Kuriosum darstellt ist es in China bereits fast normal, denn dort symbolisieren die sogenannten Facekinis nicht nur den neuesten Modetrend, sondern auch eine Weiterentwicklung in Sachen UV-Schutz. Nun wurde dieses ästhetisch fragwürdige Accessoire auch von den westlichen Fashionistas entdeckt und sogar weiterentwickelt – natürlich styltechnisch.

Bankräuber im Wasser

Wenn die bunten Stoffhauben beim tauchen und plantschen im Meer am Gesicht kleben, erscheinen die Trägerinnen wie Bankräuberinnen. Doch eigentlich sollte das Styling gar nicht an Bonnie und Clyde erinnern, sondern der „Facekini“, also eine Mischung aus „Bikini“ und dem englischen Wort für Gesicht, sollten eigentlich der Gesundheit und vor allem der Schönheit dienen. Hintergrund ist natürlich nicht nur der UV-Schutz, sondern auch der Umstand dass in China und anderen asiatischen Nationen eine helle Haut seit jeher als oberstes Schönheitsgebot und als Zeichen von Reichtum und Reinheit gilt.

Der Facekini als individueller Kopfschutz erfreut sich mittlerweile in China besonderer Beliebtheit unter Frauen mittleren Alters, die ihn gern mit langärmligen, teilweise hochgeschlossenen Schwimm-Shirts kombinieren um beim Baden fast keinen Zentimeter Haut der Sonne auszusetzen.

Facekini – neu interpretiert

facekini

Facekini neu interpretiert. Bild: CR Fashion Book

Aktuell wird diese Kopfbedeckung aber auch im Westen immer beliebter, wenngleich die Art der Facekinis sich doch ein wenig unterscheiden. Vielleicht liegt es auch daran, dass die ehemalige Chefin der französischen „Vogue“, Carine Roitfeld, die Bade-Sturmhaube kürzlich in ihrem Blog in einer Fotostrecke den Fashionistas zeigte.

In einer Fotostrecke des von Carine Roitfeld herausgegebenen „CR Fashion Book“ posierten verschiedene Models mit wild gestylten „Facekinis“, sowie teurem Schmuck und der angesagtesten Schwimmmode namhafter Designer.Aber nicht nur im Ursprungsland des Facekinis erntet dieser Haute-Couture-Trend Hohn und Spott.

Nahezu auf der ganzen Welt bezweifeln die Fashionistas dass chinesische Frauen mittleren Alters sich im Mittelpunkt der weltweiten Modewelt befinden (werden).

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