Wir verschlafen rund ein Drittel unseres Lebens. Aus diesem Grunde fragen wir uns immer wieder, welche Schlafposition wohl die Gesündeste ist. Sollen wir auf dem Bauch schlafen, flach auf dem Rücken oder doch lieber auf der Seite ruhen? Wie verhält sich das mit der Embryonalhaltung? Alle diese Fragen sind nicht pauschal zu beantworten, denn jeder Mensch ist verschieden. Wer gesundheitliche Probleme hat oder zum Schnarchen neigt, findet intuitiv die für sich beste Liegeposition und wacht morgens ausgeruht auf.

Es macht nach Aussage von Schlafexperten keinen Sinn, sich in eine Liegeposition zu zwingen. Im Schlaf dreht sich der Mensch um und sucht sich unbewusst die bequemste Position. Viel wichtiger sei es, ein Kissen zu besorgen, das den Nacken stützend entlastet und zusätzlich dem Rücken eine hochwertige Matratze zu bieten. Jede Liegeposition hat ihre Vor- und Nachteile.

Die Seitenlage
Kinder sind in der glücklichen Lage, in jeder x-beliebigen Position einzuschlafen, Erwachsene entscheiden sich, je älter sie werden, instinktiv für die Seitenlage. Sie ist die beliebteste, nächtliche Liegeposition.

Nach einem opulenten Mahl schlafen Personen automatisch in der linken Seitenlage ein. Offenbar ist das für die Verdauung von Vorteil. Ebenso bevorzugen Menschen mit Schlafapnoe (Atemaussetzer) und Schnarcher diese Position zum Einschlafen. Es wird vermutet, dass diese Lage entspannend auf den Schließmuskel der Speiseröhre wirkt.
Laufende Studien besagen, dass Patienten mit Herzinsuffizienz dagegen lieber die rechte Seitenlage wählen.

Nachteil:
Die Seitenlage ist für Patienten mit Gelenk-, Rücken- oder Muskelschmerzen nicht besonders angebracht. Sie führt zu Verspannungen.

Die Embryonalhaltung
bietet das Gefühl von Wohlbehagen, Geborgenheit und Schutz. Der Mensch liegt in Seitenlage, eingerollt wie ein Igel. Untersuchungen belegen, dass in dieser Position die Anhäufung von Atemunregelmäßigkeiten bedeutend abnimmt.

Nachteil:
Diese Schlafhaltung ist absolut nichts für Patienten mit Gelenkbeschwerden. Verschlimmerung der Krankheitszeichen und Steifheit wären die Folgen. Um diese Folgen zu Lindern, wird empfohlen ein Kissen zwischen die Knie zu legen.

Ruhen auf dem Rücken
Das muss jeder für sich ausprobieren, denn nur wenige sind in der Lage, sich in der Rückenlage ausreichend zu entspannen. Jedoch ist zu bedenken, dass diese Liegeposition gesundheitliche Vorzüge hat. Sie entlastet die Wirbelsäule bei Rückenproblemen, Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen, indem sie den Druck auf die Gelenke reduziert. Auch in der Rückenlage unterstützt ein Kissen unter den Knien die normale Krümmung der Wirbelsäule und das Liegen wird bequemer. Einen weiteren Vorteil bringt die Rückenlage für die Schönheit, die Faltenbildung wird verringert.

Nachteil:
Für Schnarcher ist die Rückenlage nicht geeignet. Studien belegen, dass diese Liegeposition Sodbrennen, Schnarchen oder Schlafapnoe fördern.

Liegen auf dem Bauch
Die wenigsten Menschen wählen die Bauchlage, weil sie sich beengt und daher nicht wohl fühlen. Sie können schlecht atmen und der volle Bauch ist im Weg…

Nachteil:
Die Bauchlage begünstigt eine höhere Herzfrequenz.

In der Schwangerschaft
Schwangere Frauen benötigen naturgemäß mehr Schlaf. Untersuchungen ergaben, dass werdende Mütter idealerweise in der Seitenlage schlafen sollten. Der Blutfluss zum Fötus wird in dieser Schlafposition positiv beeinflusst. Für die künftige Mutter sind eine Matratze und ein den Nacken unterstützendes Kissen empfehlenswert und wichtiger als die Liegeposition.

Säuglinge
Die Bauchlage löst bei jedem Menschen eine höhere Herzfrequenz aus, die bei Kleinkindern und Babys zum plötzlichen Kindstod führen könnte. Jeder Kinderarzt gibt Müttern den Rat, eventuelle Risiken zu umgehen und ihre Babys in Rückenlage nächtigen zu lassen.

Fazit
Keine Schlafposition kann als die Gesündeste betitelt werde. Es kommt auf den einzelnen Menschen und seine Befindlichkeiten an. Jeder Mensch sucht sich unbewusst im Schlaf seine bequemste Liegeposition. Für die Kleinsten sorgt die Mutter liebevoll dafür, dass ihr Baby korrekt liegt und ihm nichts passiert.

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