Im ersten Teil dieses Florida-Reisespecials habe ich von meiner Anreise und den ersten Eindrücken von Miami und Miami Beach erzählt. Im zweiten Teil werde ich nun die Themen:

Miami, Mietwagen, Key West, das Shopping Paradies Dolphin Mall

aufgreifen.

Miami: Diese unglaublich pulsierende Metropole zwischen der Biscayne Bay und dem Atlantischen Ozean reizt unglaublich noch tiefer hinein zu tauchen und somit ist natürlich der Art Deco Destrict von Miami nicht nur für Hobby-Designer und Künstler interessant.

Der Art Deco Destrict von Miami

Art Deco beschreibt in der Designgeschichte der Jahre 1920 bis 1940, die Formgebung von Gegenständen in allen Lebensbereichen wie Architektur, Möbeln, Fahrzeugen, Kleidermode, Schmuck oder Gebrauchsartikeln. Der Art Deco District in Miami ist das größte zusammenhängende Gebiet von Häusern in diesem Baustil. Die meisten der Gebäude stammen aus den 1930er und 1940er Jahren – und werden heute zumeist als Hotels genutzt und mit dem flanieren vorbei an diesen imposanten Häusern erhält man schnell den Spirit aus einer eigentlich längst vergangenen Epoche.

Das Wetter in Miami: zwischen Frühling und Hochsommer, immer!

Das Wetter in Miami ist eigentlich immer ein Traum, denn selbst in den kältesten Monaten von Dezember bis Februar herrscht mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 24 °C absolutes T-Shirt, kurze Hosen und Minirock-Wetter, wenngleich am Abend die Temperatur schon auch mal in den einstelligen Bereich absinken kann (also Strickjacke nicht vergessen!).

Mietwagen in Miami

Wer Florida erleben will, kommt fast nicht ohne einen Mietwagen aus – und ein Mietwagen bietet einfach die Freiheit sowohl die Route, als auch die touristischen Attraktionen nach eigenem Gusto auszuwählen und anzufahren. Der Sunshine-State „schreit“ eigentlich fast nach einem Cabrio von einem der unzähligen Autovermieter – allerdings muss bzw. sollte man bedenken dass so ein Cabrio einfach wenig Zuladung in Form von Koffern etc. zulässt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, und sich gleichzeitig ein paar Euro bei der Buchung des Mietwagens sparen will, der sollte unbedingt den Mietwagen von Deutschland aus im Vorfeld der Reise über das Internet buchen. Nachdem fast alle großen Autovermieter sowohl am Flughafen von Miami, als auch in Miami Beach selbst mehrere Abholstationen betreiben, sollte man schon bei der Buchung überlegen wo man den Leihwagen abholen will.

In meinem Fall habe ich den Mietwagen über die Firma Alamo gebucht und eine Abholung in der Abholstation in Miami Beach geordert. Um zur Mietwagen-Abholstation zu kommen kann man natürlich ein Taxi nehmen – oder, so wie wir, ein Leihfahrrad.

Leihfahrrad?

Miami Beach bietet eine wirklich sehr kostengünstige und gleichzeitig gute Möglichkeit der Fortbewegung: Leihfahrräder. An fast allen möglichen und unmöglichen Ecken von Miami gibt es diese Open-Air-Fahrradstationen von Decobike (www.decobike.com) wo man einfach mit seiner Kreditkarte schnell und unkompliziert das Fahrrad aus dem Fahrradständer nimmt und dann an einer anderen Station wieder in den Fahrradständer einschiebt. Schnell, unkompliziert, kostengünstig (1 Stunde ab 3 Euro) und gleichzeitig vermischt man mit der körperlichen Bewegung auch noch eine Art „Sight-Seeing“ – denn, ähnlich wie bei einer Busrundfahrt durch Miami sieht man auch auf dem Fahrrad viel.

Mietwagen aus der Alamo Station in Miami Beach

Bei der Mietstation von Alamo in Miami Beach angekommen geht alles sehr fix! Die Angestellten sind Profis und somit wird einem ein deutscher Mietvertrag ausgedruckt, der (in meinem Fall noch rosa-farbene) Führerschein wird kopiert, die Daten in den Vertrag eingetragen und schon kann man sich ein Fahrzeug aus der zuvor gebuchten Kategorie aussuchen gehen – so zumindest bei Alamo. In der Tiefgarage stehen immer verschiedene Fahrzeuge einer Kategorie nebeneinander – und man kann so das für sich „Beste“, „geeignetste“ oder „schönste“ Fahrzeug aussuchen – je nach persönlichem Gusto.
Dann einfach einsteigen, den Zündschlüssel umdrehen und am Ende der Tiefgarage wird das Kennzeichen noch in den Mietvertrag aufgenommen – Fertig! Alles in Allem dauert so eine Übergabe nicht länger als 5 Minuten – inkl. Begrüßung und Verabschiedung. Profis halt!

Die ersten Meter mit dem Mietwagen in Miami sind schon etwas komplett Neues. Durch die Häuserschluchten führen 6 spurige Strassen, teilweise kann man 2-3 spurig abbiegen und irgendwie ist das Strassennetz gut ausgebaut und ausgeschildert und es fliesst auch – aber als Münchner ist es dann doch was Neues. Während man in München gerne und überall zu jeder Tageszeit im Stau steht, fliesst hier der Verkehr unauffällig auffällig 6-spurig durch die Stadtmitte von Miami Beach – vergleichbar mit der Leopoldstrasse in München – und eine 6-spurige Leopoldstrasse kennt der Münchner nicht mal mehr von Erzählungen aus einer längst vergessenen Zeit. Es ist anders aber schnell erlernbar, weil es, was das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer angeht, dann doch zumindest ähnlich ist.

Parkplatzgebühren in Miami Beach:

Wie bereits im ersten Teil dieses Reisespecials beschrieben hat das Boutique-Hotel Blanc Kara zwar keinen hoteleigenen Parkplatz, aber rund um das Hotel herum gibt es unzählige Parkbuchten, teils mit Parkuhr, teils ohne, aber selbst direkt vor dem Hotel mit Parkuhr zahlt man für das Parken von Abends 18 Uhr bis morgens 10 Uhr ca. 20 Dollar bequem mit der Kreditkarte – klar kein Schnäppchen, aber bei anderen Hotel ist das Parken auch oftmals nicht im Zimmerpreis inkludiert und wird gesondert berechnet. Während meiner Recherchen im Vorfeld habe ich oftmals Preise von über 35 Dollar je Tag/Parkplatz gelesen – so gesehen ist das Parken an der Parkuhr dann doch sehr günstig (für die Verhältnisse in Miami Beach).

Shopping Paradies Dolphin Mall

Mit einem Mietwagen ist man einfach flexibel und somit starteten wir unsere Fahrt nach Key West erst nach einem ausgiebigen Besuch im Shopping Paradies Dolphin Mall am Stadtrand von Miami. Am Eingang erhält man gegen Vorlage des deutschen Reisepasses ein Gutschein- und Bonusheft mit dem man dann bei verschiedenen Shops zusätzliche Rabatte und/oder weitere Vergünstigungen erhält.

Es empfiehlt sich, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen welche Shops man aufsuchen will, denn sonst wird aus einem kurzen Shopping-Ausflug ganz schnell eine Ganztages-Veranstaltung. Die Mall bietet neben Free-WiFi auch kostenlose Parkplätze und natürlich sowohl für Schnäppchenjäger als auch für Marken-Fetischisten die geeigneten Stores. Alle Marken sind hier vertreten und Fashionistas können hier richtig die Kreditkarte glühen lassen, wenn sie wollen!

Wichtige Shopping-Info:

Alle Preisreduzierungen und Rabattaktionen der jeweiligen Stores sind noch nicht im Einzelpreis der Ware aufgeführt – am Preisetikett steht lediglich der Listenpreis ohne irgendeine Aktion, und auch die Mehrwertsteuer in Florida (7%) muss noch zum Einzelpreis hinzuaddiert werden.

Black-Friday:

Wer, wie wir, in der Woche vor dem Black-Friday (letzter Freitag im November) einkaufen geht, erhält teilweise die wirklich utopischen Rabatten bereits in den Tagen davor und danach und nicht nur an diesem Freitag wo ganz Amerika auf Schnäppchenfang ist!

Von Miami nach Key West mit dem Mietwagen

Nach dem intensiven Shopping-Erlebnis in der Dolphin Mall sind wir wieder in den Mietwagen gestiegen und haben das integrierte Navigationssystem mit dem Ziel: Key West programmiert.

Schon nach ein paar Minuten auf der Autobahn und noch unterwegs im Speckgürtel von Miami wird der Verkehr immer weniger – die Hektik und der Stress den andere Verkehrsteilnehmer ausstrahlen wird überschaubar. Man sollte für die Fahrt von Miami nach Key West unbedingt noch das Tageslicht ausnutzen und entsprechend früh aufbrechen, damit man die Eindrücke von den Ausläufern der Everglades und den unzähligen Brücken die man während der ca. 3,5 stündigen Fahrt über die Keys überquert noch besser in sich aufsaugen kann – und spätestens bei der Seven Mile Bridge wird man beeindruckt sein!

„Sevenmilebridge“ von Original uploader was Averette at en.wikipedia – Transferred from en.wikipedia. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons

Die 10.931 Meter (6,79 Meilen) lange und somit längste Brücke des Overseas Highways, verbindet die Inseln Vaca Key im Stadtgebiet von Marathon und Bahia Honda.

Mallory Square von Key West

Irgendwann ist auch die schönste Fahrt zu Ende, bzw. in unserem Fall endete sie genau pünktlich zum Sundowner am Mallory Square von Key West. Hier trifft sich wirklich eine illustre Schaar von Gauklern, Artisten und Musikern um allabendlich aus dem Sonnenuntergang ein Spektakel zu machen – sei es auf Stelzen, als Feuerschlucker oder als Entfesselungskünstler. In unserem Fall wurde der Sonnenuntergang auch noch durch das Auslaufen eines großen Kreuzfahrschiffes versüßt, wirklich beeindruckend wenn so ein großes Schiff sich langsam von der Piermauer wegbewegt, dann dreht und in die Nacht auf dem Meer entschwindet.

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Wer möchte kann nach dem Sundowner noch in einem der unzähligen Lokale, Pubs und Bars entlang der Duval Street den Abend einleuten, und genießen – wir wollten aber zunächst in unserem Hotel für die kommenden Tage einchecken:

Southernmost on the Beach Hotel, Key West

Wer ein Hotel im typischen Stil von Key West erleben will, sollte unbedingt versuchen in diesem Hotel einzuchecken – aber auch für die pragmatischen Urlaubsplaner bietet dieses Hotel genau das was es so vor allem in Key West nicht unbedingt überall gibt: Komplett an einem eigenen Strand gelegen mit mehreren Pools und kostenfreiem Parkplatz und von der Lage her so, dass man alles was wichtig ist in Key West zu besuchen, getrost zu Fuß unternehmen kann und somit das Auto die kommenden Tage nicht unbedingt benötigt – Kurzum: ideal

Auch der Service ist sehr gut – egal ob im Strandhouse der Anlage wo man sehr gut frühstücken bzw. essen kann, oder an den Poolbars oder am Strand wo man sofort eine Liege bereitgestellt bekommt oder oder oder.

Fotos vom Southernmost on the Beach Hotel:

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Wer Ausblicke aus Hotelzimmern liebt sollte unbedingt in die ein wenig teureren Kategorien einbuchen, denn hier bekommt man einen Blick über das Resort auf das Meer und man kann fast die 90 Milen bis Kuba mit dem Auge überblicken!

Das Southernmost on the Beach Hotel wirbt im hoteleigenen Prospekt damit, das südlichste Hotel der USA zu sein – und ja, dies stimmt so, denn der Southernmost Point, der als der südlichste Punkt der kontinentalen USA gilt, ist wirklich nur einen Steinwurf weit vom Hotel entfernt.

Die Zimmer im Southernmost on the Beach Hotel sind allesamt mit Möbel, die an den Kolonialstil angelehnt sind, ausgestattet – die Badezimmer wirklich sehr groß, die Dusche genauso wie das WC fast überdimensioniert und natürlich gibt es auch in diesem Hotel kostenloses, schnelles W-Lan!

Fazit zum Southernmost on the Beach Hotel:

Das Southernmost on the Beach Hotel in Key West ist sicherlich nicht das günstigste Hotel auf Key West, bietet aber viel, was woanders vielleicht nur gegen Aufpreis möglich ist (Parkplatz, W-Lan) und hat dazu auch noch neben mehreren Pools einen eigenen Sandstrand. Nachdem das Hotel auch noch wirklich in einem fünfminütigen Spaziergang von der pulsierenden Duval Street entfernt ist, ist dieses Hotel nicht zuletzt aufgrund seiner schönen Zimmer, dem herrlichen Ausblick als auch dem tollen Service ein absolutes Top-Hotel in Key West!

Wer es ein wenig günstiger haben möchte, der sollte sich das Schwesterhotel Southernmost on Duval Street näher ansehen – eigentlich identisch, das komplette Ressort kann genutzt werden, lediglich auf den sensationellen Ausblick vom Hotelzimmer aus muss verzichtet werden – dafür ist es auch einige Dollar günstiger!

Key West, Florida:

Zu Key West selbst gibt es eigentlich viel zu schreiben, und dann wieder nicht – denn, es ist so, wie man es schon oftmals in Hollywood-Blockbustern (mit-)erlebt hat. Alle Holz-Häuser sind im Kolonialstil gebaut, Hochhäuser und Betonwüsten gibt es in Key West nicht!

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Duval Street, Key West

Auf Key West wird täglich das „süße Nichtstun“ gefeiert – es herrscht null Hektik, null restriktive Vorschriften und somit sitzt man in Key West entlang der Duval Street entweder in einem der vielen Bars und Lokale, oder draussen im Gastgarten und genießt einfach das Hier und Jetzt.

Die Duval Street in Key West ist der Dreh- und Angelpunkt, das Epizentrum des alltäglichlichen und allabendlichen Vergnügungszentrums und somit zu jeder Tageszeit gut frequentiert. Die Strasse durchquert Key West vom Mallory Square mit fast zum Southernmost Post. Hier findet man Restaurants und Pubs, sehr oft mit Live-Musik und Geschäfte für allerei Nützliches und Unnützes.

Southernmost Point, Key West

Eine Touristen-Attraktion ist sicherlich der Southernmost Point

der südlichste Punkt der kontinentalen USA und sicherlich politisch für die USA immer wieder im Blickpunkt steht, da es von diesem Punkt aus nur noch 90 Milen bis Kuba sind und die militärischen Einrichtungen unweit des Southernmost Point erahnen lassen dass von hier aus der ungeliebte Nachbar genauestens überwacht wird.

Achtung beim Fotoshooting am Southernmost Point: Die farbige Tonne wird oftmals in der Nacht neu gestrichen, und somit ist Farbe an Händen und Kleidungsstücken keine Seltenheit wenn man nicht aufpasst!

Touristisch bieten andere Städte weit mehr und bis auf das Ernest Hemingway House mit den vielen Katzen, dem Aquarium und vielleicht noch dem Key West Butterfly & Nature Conservatory gibt es in Key West auch wenig zu sehen – aber genau das macht diesen südlichsten Punkt der kontinentalen USA aus! Die ganze Insel ist an sich schon eine touristische Attraktion!

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Länger wie 3-4 Tage sollte man seinen Aufenthalt in Key West allerdings nicht planen – in dieser Zeit hat man alles gesehen und ist genug entschleunigt um sich wieder in die Jetzt-Welt zu katapultieren.

In unserem Fall heißt dies: Über die Everglades nach Cape Coral, wo unser angemietetes Ferienhaus auf uns wartet. Mehr davon im 3. Teil unseres Reisespecials.

2 Responses

  1. Florian

    Bisher eine tolle Reise die ihr da macht ! Ich möchte auch ,sobald es die Zeit zulässt, mir das alles mal da drüben anschauen 🙂 Bin schon auf den 3ten Teil gespannt!

    Antworten

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