Jamaika ist zwar vielen als Insel in der Karibik bekannt, und nicht nur Bob Marley, Leichtathleten wie den Weltrekord-Sprinter Usain Bolt und natürlich der berühmte Jamaika-Rum sind vielen Deutschen bekannt, allerdings bereisen jährlich nur etwa 20.000 Deutsche die Insel, während die Dominikanische Republik jährlich von etwa 180.000 Deutschen als Urlaubsdomizil angeflogen wird. Vielleicht oder genau deswegen hat sich unsere Bloggerin Sophie in den Kopf gesetzt, den kalten, nassen November in München gegen die karibische Wärme mit tollen Sandstränden und einer warmen Meeresbadewanne zu tauschen – aber lesen sie selbst:

Nass , kalt , grau… Es ist November in München, der Winter in Deutschland steht vor der Tür und ich kann mich mit diesem Wetter so gar nicht anfreunden. Entweder liegt es an dem Sommer der dieses Jahr nur 5 Wochen lang war, oder an meiner grundsätzlichen Abneigung gegen Wind, Regen oder sogar Schnee, egal, ich will nur eins:

Sonne , Strand und Meer !!!

Ich will, ja ich brauch nochmal Sonne – und Temperaturen über 25 Grad, auch Nachts! Dazu noch ein bisschen Kultur, ein bisschen Geschichte und ganz viel Sonnenbaden an tollen Stränden. Ich bilde mir ein, damit den Winter in Deutschland verkürzen zu können denn wenn ich im nasskalten München schon mal zwei Wochen nicht bin, kann mich dieses Wetter auch nicht beeindrucken.

Bei der Suche nach dem Urlaubsziel schnappe ich mir mein Ipad und fange das Surfen an. Meistens lande ich bei Angeboten und Berichten von der Dominikanischen Republik – und zugegeben, die Angebote sind nicht nur preislich interessant – aber ich mag, wenn ich schon mal 9-10 Stunden im Flugzeug sitze und in die Karibik fliege auch etwas Besonderes, etwas Anderes erleben. Mich faszinierte ein Bericht über die ansteckende Lebensfreude der Einheimischen die eigentlich immer „gut drauf“ sind und mit jedem und überall sehr aufgeschlossen ins Gespräch kommen wollen… Irgendwann lande ich dann bei meinem

Traumziel: JAMAIKA !!!

Ich lese mich ein und erfahre dass Jamaika ideal für einen erholsamen Strandurlaub ist, aber auch Land, Leute und Kultur kann man auf Jamaika erforschen, kennenlernen und genießen.

Mit jeder Zeile die ich im Internet finde steigt meine Stimmung und das Gefühl dass mir Jamaika genau das bieten wird was ich suche. Doch wohin genau, welcher Ort ist ideal und worauf sollte man bei der Auswahl von Hotel und Urlaubsort achten? Fragen über Fragen – und meistens beginnt man bei der Suche natürlich damit, die eigenen Wünsche an erste Stelle zu stellen – so habe auch ich es bei der Urlaubsplanung gemacht.

Der Preis sollte stimmen, das Hotel wenn möglich direkt am Strand sein und natürlich auch die Hotel-Leistung „all inklusive“ sein. Das Hotel sollte einen Fitnessbereich haben, ein SPA-Bereich für meine Beauty-Wünsche und einen gepflegten Pool, weil man ja nie weiß wie das Meer und der Strand in Realität dann so ist… – außerdem habe ich bei der Hotelauswahl auch darauf geachtet nach 10 Stunden im Flugzeug nicht auch noch 2-3 Stunden im Bus beim Transfer vom Flughafen zum Hotel zu „verplempern“. Wobei Flughafennähe nicht bedeuten darf dass ich am Flughafen meinen Urlaub verbringen will, und auch nicht in der Einflugschneise…

Mehr Wünsche an meinen Traumurlaub hatte ich eigentlich nicht und ich denke diese Suchkriterien so einzuschränken ist sicherlich oftmals der richtige Weg den Traumurlaub zu finden, denn man sollte einfach so einen Urlaub ein wenig genauer planen und sich persönlich überlegen was man bevorzugt und was einem im Urlaub und am Urlaubsdomizil wichtig ist.

Nach dieser Vorplanung war die eigentliche Buchung eigentlich ein leichtes, denn bei den diversen Portalen kann man schnell seinen Traumurlaub finden, auch Last-Minute – und ich wurde bei FTI fündig. Als einer der führenden Reiseveranstalter hat FTI anscheinend sehr viele Urlaubsziele in der Karibik im Programm und hat – wie ich bei der Buchung erfahren habe – gerade die Karibikinsel Jamaika mittlerweile sehr stark im Fokus, was mir natürlich nun entgegen kommt.

Um es kurz zu machen – es war genau der Traumurlaub den ich mir erhofft hatte – Jamaika ist wirklich eine traumhafte Insel die mir alles das geboten hat, was ich gesucht habe – und sogar noch mehr. Als ich nach diesem Urlaub wieder in München aus dem Flugzeug ausstieg war das Fernweh nach dieser Perle in der Karibik doch sehr ausgeprägt und ist es sicherlich auch weiterhin mit jedem Tag an dem es hier in München kalt ist und bleibt und die Sonne durch die dicke Wolkendecke nicht durchkommt.

Für ganz Neugierige – ich persönlich hatte folgendes Hotel gebucht: Hotel Iberostar Rose Hall Suites in Montego Bay,

Holidaycheck-Bewertung: 89% Weiterempfehlung von 70 Bewertungen und Gesamtbewertung: 5.2 von 6 und FTI-Bewertung: 93,1% Weiterempfehlung von 29 Bewertungen und Gesamtbewertung: 5.3 von 6 – zu finden hier: Hotel Iberostar Rose Hall Suites bei FTI.

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Ich kann das Hotel ohne Einschränkungen weiterempfehlen, allerdings sollte man bei der Hotelauswahl genau darauf achten welche Hotels sehr stark von Amerikanern besucht werden, denn die US-Bürger bereisen Jamaika hauptsächlich aus zwei Gründen: Hochzeit oder Party – und somit ist die Stimmung in den Hotel vergleichbar mit der Stimmung in Hotels in Mallorca somit kann es beim Frühstücken, Mittag- oder Abendessen schon mal etwas lauter zugehen.

Gleiches gilt auch für den Pool und die Poolbar – wo bereits am frühen Nachmittag Party-Stimmung herrscht und die laute Musik aus den Lautsprechern eine ausgelassene Stimmung verbreitet, wer dem entgehen will der kann am Strand wunderbar und in Ruhe entspannen – hier ist eigentlich immer eine Liege frei…

Mir persönlich hat die Party-Stimmung im Hotel weder etwas ausgemacht noch missfallen, zumal die US-Amerikaner am Abend den klimatisierten Speisesaal und die klimatisierten Restaurants als auch die klimatisierte Bar im Inneren des Hotels bevorzugen und somit der Außenbereich in den Abendstunden nach dem Abendessen aber natürlich auch beim Einschlafen schön ruhig ist.

Im Umkehrschluss heißt dies allerdings auch, dass viele Hotels kaum Möglichkeiten anbieten draußen im Freien zu speisen oder nach dem Essen bei einem Cocktail und Musik am Stand den Tag mit Jamaikafeeling ausklingen lassen zu können. Für mich als Deutsche ist dies gerade am Abend bei 26 Grad Außentemperatur zwar nicht nachvollziehbar und für meinen Geschmack fehlt hier ein zweites Restaurant mit Außenbereich und eine Strandbar – aber vermutlich wäre ich da alleine gesessen – denn Uncle Sam´s Nachfahren lieben es einfach sich in klimatisierten Räumen aufzuhalten.

Was man auch noch unbedingt wissen sollte ist, dass man sich in diesen großen Hotelkomplexen dieser Hotelketten nicht unbedingt wie in Jamaika fühlt – alles ist bis ins kleinste Detail standardisiert und auf die jeweilige Hotelkette gebrandet. Die Buffets beim Essen, mal abgesehen von dem lokalen Angebot an Speisen, sind einfach überall in der Welt innerhalb dieser Hotelkette gleich, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, denn viele Urlauber buchen genau aufgrund dieser hohen Standards immer wieder in den unterschiedlichsten Ländern bei diesen Hotelketten – nur wer pures Jamaika-Feeling erwartet, wird es vergeblich suchen – dafür sollte er dann lieber bei Service und Angebot Abstriche machen und ein kleineres Hotel ohne Kettenzugehörigkeit buchen.

Zum Abschluss meines kleinen Jamaika-Fanberichts möchte ich noch ein paar wichtige – und von mir selbst erlebte Informationen preisgeben, die der eine oder andere bei seinem Urlaub auf Jamaika vielleicht nutzen kann.

Negril

Negril ist einer der bekanntesten Touristenorte von Jamaika und absolut ideal für alle die die meiste Zeit ihres Urlaubs am Strand verbringen wollen, denn Negril bietet einen wunderschönen 11 km langen Strand, übrigens der längste Strand Jamaicas, mit türkisfarbenes Wasser, weißen Sandstrand, Palmen und andere Bäume die etwas Schatten spenden, raue Klippen die förmlich dazu einladen die wunderbaren Sonnenuntergänge genießen zu können.

Verwegene können von den Klippen auch einen Sprung in das traumhaft warme Wasser wagen und bunte Strandbars mit rhythmischer Musik liegen dicht beieinander und laden auf einen Cocktail ein. Viele Bars bieten auch sehr leckeres Essen, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Montego Bay

der Ort im Herzen der Goldküste ist idealer Ausgangspunkt für alle Ausflüge um die Insel zu erkunden. In der großen Stadt herrscht nicht zuletzt auch durch den nahe gelegenen Flughafen reger Tourismus. Wer also keine Lust auf lange Transferzeiten vom Flughafen zum Hotel haben will sollte sich für ein Hotel in Montego Bay entscheiden.

Viele kleine Buchten und weißer Strand bezaubern immer wieder aufs neue, allerdings ist der Sandstrand in Montego Bay absolut nicht zu vergleichen mit dem in Negril, der um einiges feiner, weißer und weicher ist.

Ricks Café , Negril

ein Besuch in Ricks Café ist ein absolutes MUSS. Die Bar gehört angeblich zu den 10 schönsten Bars der Welt, und ehrlich gesagt wer einmal da war glaubt auch daran dass dies stimmt! Bereits Stunden vor den Sonnenuntergang pilgern hunderte von Touristen zu Ricks Café.

Mutige Männer und Frauen die sich von den Klippen in das Wasser stürzen sorgen für Unterhaltung bis zum Sonnenuntergang. Und wer es lieber romantischer mag, der sucht sich eines der vielen Plätze in dieser Open-Air-Bar um bei einem Rumcocktail als Sundowner die besondere Stimmung genießen zu können. Fazit: Wirklich einer der besten Plätze um bei einen Cocktail und guter live Musik den Sonnenuntergang zu genießen.

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Natürlich sollte man in Jamaika auch Ausflüge machen um Land und Leute sowie die touristischen Hot-Spots sehen zu können – auch ich habe ein paar Ausflüge gemacht und kann folgende Empfehlungen hierzu geben:

Black River:

Bei einer entspannten Bootsfahrt auf dem Black River kann man neben den sicherlich imposanten Krokodilen auch Reiher, Geier und andere Vögel im dichten Grün am Ufer bewundern.

Sehr beeindruckend sind sicherlich die Mangrovenbäume, die mit ihren Wurzeln zu einem dichten Geflecht im Wasser verwoben sind, deshalb werden sie von den Einheimischen auch Rastabäume genannt.

YS Wasserfälle

Diese beeindruckenden Wasserfällen sind Privateigentum und nur während einer geführten Tour zu besichtigen. Vom Parkplatz transportiert ein vom Traktor gezogener Planwagen die Besucher zum Fuß der Wasserfälle, von dort aus erfolgt die Erkundung auf eigene Faust. Unbedingt Wasserschuhe mitnehmen, nur so kann man in den Plateaus der Wasserfälle umherlaufen – für Wagemutige: der Sprung vom schwingenden Seil in den Wasserfall.

Rumbrennerei Appelton

Der Weg ist gut ausgeschildert (Appelton Rum Tour). Durch einen wunderschön angelegte Anlage geht’s in die Lagerhalle und die Destillerie mit den Brennöfen. Anschließend gibt’s noch eine Rumprobe für alle.

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Dunns River Falls

Selbst unsportliche können unter Führung die Wasserfälle erklimmen (Wasserschuhe nicht vergessen!), wer allerdings nicht Hand in Hand mit fremden Menschen die Wasserfälle erklimmen möchte, sollte, wie ich, einfach den herrlichen Sandstrand an der Mündung des Flusses genießen – den der Fluss mündet direkt ins Meer.

Bob Marley Centre and Mausoleum

Mit dem Kleinbus über die schlechtesten Strassen bis Nine Mile

ich kann den Besuch vom Geburtsort von Bob Marley mit dem Mausoleum wirklich nur eingefleischten Reggae Fans sowie Fans von Bob Marley empfehlen, denn sonst wird der Ausflug – wie für mich – nur sehr langwierig und ohne wirkliches Highlight sein.

Die nach dem Geburtsort „Nine Mile“ benannte Tour führt nach einer schier ewig langen Anfahrt über wirklich schlechteste Straßen zu einem durch hohe Mauern abgeschotteten Bereich in dem man dann sowohl das Museum als auch das Mausoleum von Bob Marley ansehen kann.

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Im Grunde genommen sind die sterblichen Überreste von Bob Marley in einen Marmorschrein und diesen Schrein können sie barfuß ansehen. Gleiches gilt auch für das Haus, bzw. Zimmer in dem Bob Marley bis zu seinen 13. Geburtstag gelebt hat. Ansonsten werden sehr viele Souvenirs zu absolut überteuerten Preisen angeboten und nicht zu vergessen, für alles Trinkgeld geben, wirklich für alles! Nach diesem ca. einstündigen Aufenthalt geht’s wieder mindestens 3,5 Stunden zurück…

Ich hoffe ich konnte mit meinen Erfahrungen und Tipps dem einen oder anderen wertvolle Informationen geben. Wer nach Jamaika fliegt, dem wünsche ich viel Spaß und einen traumhaften Urlaub. Mich wird die Insel sicherlich sehr bald wieder sehen!

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